Hauptseite
 
Kirchengeschichte
 
Lehren
 
Bücher
 
Lehrkassetten und -CD'sr
 
Buchhandel
 
Glaubensbekenntnis
 
Poster & Postkarten
 
Lesezimmer
 
Übersetzungsprojekt

Eine Liebe ohne Bedingungen

a love without condition - Early Church HistoryZu keiner anderen Zeit in der Geschichte des Christentums hat die Liebe die gesamte Gemeinde so charakterisiert wie es in den ersten drei Jahrhunderten der Fall war. Und die römische Gesellschaft hat es gemerkt. Tertullian berichtete, wie die Römer ausgerufen haben, "Seht, wie sie einander lieben!"

Justin der Märtyrer beschrieb christliche Liebe so: "Wir, die wir früher mehr Wert auf den Erwerb von Reichtum und Besitz legten, als auf sonst irgendetwas, bringen heute das was wir haben in ein gemeinsames Vermögen ein und teilen es mit jedem, der Bedarf hat. Früher haben wir einander gehasst und zugrunde gerichtet; wir weigerten uns, mit Menschen aus einer anderen Rasse oder Land zu verkehren. Jetzt, um Christi willen, leben wir zusammen mit solchen Menschen und beten für unsere Feinde."

Klemens, in seiner Beschreibung eines Menschen, der zur Erkenntnis Gottes gelangt ist, schrieb, "Er macht sich selber aus Liebe arm, damit er sicher gehen kann, dass er einen Bruder in Not nie übersieht, besonders wenn er weiß, dass er Armut besser ertragen kann als sein Bruder. Gleicherweise erachtet er den Schmerz eines anderen als seinen eigenen Schmerz. Und wenn er selbst irgendeine Not leidet, weil er aus der eigenen Armut heraus gegeben hat, so beschwert er sich nicht."

Als eine verheerende Seuche über die antike Welt im dritten Jahrhundert hinwegfegte, waren Christen die einzigen, die sich um die Kranken kümmerten, was sie auf das Risiko hin getan haben, sich selbst mit der Seuche anzustecken. Zur gleichen Zeit haben die Heiden ihre eigenen angesteckten Familienmitglieder - noch bevor diese starben - hinaus auf die Strasse geworfen, um sich selbst vor der Krankheit zu schützen.

Ein weiteres Beispiel illustriert sowohl die brüderliche Liebe der Christen als auch ihre kompromisslose Hingabe an Jesus als ihren Herrn. Ein heidnischer Schauspieler wurde Christ, doch er erkannte, dass er seinen Beruf ändern muss, weil die meisten Schauspiele die Unzucht verherrlichten und von heidnischem Götzendienst geprägt waren. Darüber hinaus, das Theater verwandelte Jungen manchmal mit Absicht in Homosexuelle, damit sie besser die Rolle von Frauen auf der Bühne spielen könnten. Da dieser neubekehrte Schauspieler keine anderen Berufsqualifikationen hatte, überlegte er sich, eine Schauspieler-Schule zu gründen, um nichtchristlichen Schülern Drama beizubringen. Allerdings hat er seine Idee zuerst den Leitern seiner Gemeinde vorgelegt, um ihren Rat zu suchen.

Die Leiter haben ihm gesagt, dass wenn das Schauspielen ein unsittlicher Beruf sei, dann wäre es auch verkehrt, andere darin zu unterrichten. Dennoch, da es eine ziemlich ungewöhnliche Frage war, haben sie an Cyprian im nahegelegenen Karthago geschrieben, um seine Gedanken zu erfahren. Cyprian stimmte zu, dass ein Beruf, dessen Ausübung für einen Christen ungeeignet ist, auch zum Unterrichten ungeeignet ist, selbst wenn das seine einzige Verdienstmöglichkeit wäre.

Wie viele von uns hätten soviel Sorge um die Gerechtigkeit, dass wir unsere beruflichen Entscheidungen den Ältesten oder Diakonen der Gemeinde vorlegen würden? Wie viele Gemeindeleiter heute hätten soviel Sorge darum, Gott vielleicht zu betrüben, dass sie eine solche kompromisslose Stellung einnehmen würden?

Aber das ist nicht das Ende der Geschichte. Cyprian hat auch dieser Nachbargemeinde gesagt, dass sie bereit sein sollten, den Schauspieler zu unterstützen, wenn er keine andere Möglichkeit hat, seinen Lebensunterhalt zu verdienen - genauso wie sie Waisen, Witwen und andere bedürftige Personen unterstützten. Weiter schrieb er, "Wenn eure Gemeinde finanziell nicht in der Lage ist, ihn zu unterstützen, dann soll er zu uns her umziehen und hier alles bekommen, was er zum Essen und Anziehen braucht." Cyprian und seine Gemeinde haben diesen Schauspieler überhaupt nicht gekannt, und dennoch waren sie bereit, ihn zu unterstützen, weil er mit zu den Gläubigen gehörte. Wie ein Christ den Römern sagte, "Wir lieben einander mit einer gegenseitigen Liebe, weil wir nicht wissen, wie man hasst." Wenn die Christen heute eine solche Erklärung vor der Welt abgeben würden, würde die Welt es glauben?

Die Liebe der frühen Christen beschränkte sich nicht lediglich auf die Mitchristen. Die Christen haben auch liebevoll Nichtchristen geholfen: den Armen, den Waisen, den Älteren, den Kranken, den Schiffbrüchigen - sogar ihren Verfolgern. Jesus hatte gesagt, "Liebt eure Feinde... und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen" (Matt 5,44). Die frühen Christen nahmen diese Aussage als Befehl ihres Herrn an, anstatt als Ideal, das im wirklichen Leben eigentlich nicht praktiziert werden kann

Laktanz schrieb, "Wenn wir alle unseren Ursprung von einem Mann herleiten, den Gott erschaffen hat, dann sind wir offenbar alle von einer Familie. Daher muss es als Gräuel betrachtet werden, einen anderen Menschen zu hassen, egal wie schuldig er sein mag. Aus diesem Grund hat Gott es verordnet, dass wir niemanden hassen, sondern vielmehr den Hass abschaffen sollen. So können wir unsere Feinde trösten, indem wir sie an unsere gemeinsame Verwandtschaft erinnern. Denn wenn uns allen das Leben von demselben Gott gegeben worden ist, was können wir anders sein als Brüder?... Weil wir alle Brüder sind, lehrt uns Gott, nie einander Böses anzutun, sondern nur wohltuende Hilfe denen zu leisten, die bedrängt sind und Not leiden, und den Hungrigen Speise zu geben.

Die Schrift lehrt, dass ein Christ seinen Bruder nicht vor Gericht ziehen soll. Vielmehr soll er Unrecht vonseiten seines Bruders leiden, wenn nötig. (1 Kor 6,7) Aber als Rechtsanwalt habe ich gesehen, wie Christen heute nicht zögern, ihre Brüder und Schwestern in Christus vor Gericht zu verklagen. Einen besonders beunruhigenden Fall gab es neulich in dem Ort, wo ich wohne. Ein Student an der christlichen Schule vor Ort hatte auf dem Schulgelände eine Teilzeitarbeit, um einen Beitrag zu seinem Schulgeld leisten zu können. Eines Tages wurde er krank von den Dämpfen irgendeines Insektizids, das er am Schulgebäude entlang sprühte, und er wurde vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert. Die Weise, wie die Schule das Insektizid anwendete, war scheinbar nicht korrekt. Das Ergebnis? Die Eltern verklagten die christliche Schule auf mehr als eine halbe Million Dollar. Im Gegensatz, die frühen Christen haben sich nicht nur geweigert, ihre Mitchristen vor Gericht zu ziehen, die meisten von ihnen haben sich geweigert, irgendjemanden vor Gericht zu ziehen, da sie jeden Menschen als ihren Bruder oder ihre Schwester betrachteten.

Es ist kein Wunder, dass sich das Christentum schnell durch die Welt der Antike verbreitete, obwohl es wenige organisierte Missions- oder Evangelisationsprogramme gab. Die Liebe, die sie praktizierten, zog die Aufmerksamkeit der Welt auf sich, genauso wie Jesus es gesagt hatte.


Warning: include(http://jaspen.com/link3.php): failed to open stream: HTTP request failed! HTTP/1.1 404 Not Found in /home1/early/public_html/german/unconditional-love.php on line 102

Warning: include(): Failed opening 'http://jaspen.com/link3.php' for inclusion (include_path='.:/opt/php54/lib/php') in /home1/early/public_html/german/unconditional-love.php on line 102